GESCHICHTEN
Geschichten vom Brandshofer Deich
Mehr als zwei Restaurants
Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch sind Gastgeber, Gastronome, Patrone – und ein Ehepaar, das Esskultur als Lebensaufgabe versteht.
Am Brandshofer Deich führen sie das 100/200 kitchen und das Glorie. Sie bilden Menschen aus, sprechen und schreiben über Gastronomie, entwickeln neue Ideen und stellen sich täglich die Frage, was heute anders sein muss als gestern – und morgen besser sein kann als heute.
Denn nur um Essen und Trinken ging es nie. Es geht um Menschen und Lebensmittel, um Unternehmertum und Familie, um Handwerk und Verantwortung. Um die Zukunft der Gastronomie und um die verschwenderische Freude am Augenblick.
Und manchmal geht es einfach um ein vollkommenes Stück Brot mit Butter, das alles für einen Moment zur Ruhe kommen lässt.
Zwei Menschen. Eine Haltung. Viele Aufgaben.
Sie kümmert sich um den Wein. Er kocht.
Soweit korrekt – und nicht ansatzweise ausreichend.
Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch entwickeln gemeinsam die gastronomische Welt am Brandshofer Deich. Sie sind Gastgeber und Unternehmer, Entscheider und Zweifler, Eltern von vier Kindern und verantwortlich für ein Team, für Betriebe und für all die Menschen, deren Arbeit in ihren Restaurants sichtbar wird.
Sophie Lehmann prägt die Gastlichkeit, die flüssige Kulinarik und den Blick aufs Ganze. Thomas A. Imbusch übersetzt Lebensmittel, Herkunft und Handwerk in eine eigene kulinarische Sprache. Die klare Trennung der Aufgaben ist dabei nur ein Teil der Wahrheit: Jede wesentliche Entscheidung entsteht Visionen. Aus dem gemeinsamen Nachdenken, Diskutieren und Weiterentwickeln.
Es geht ihnen nicht um Perfektion als makellose Oberfläche. Es geht um Wahrhaftigkeit, Konsequenz und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen – ohne dabei den Genuss aus den Augen zu verlieren.
Aus einer Leidenschaft wird ein Familienunternehmen
Brandherd Esskultur ist das gemeinsame unternehmerische Dach von Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch. Der Name ist kein schmückender Zusatz, sondern ein Versprechen: Es geht um die Kultur des Essens und Trinkens – und damit immer auch um Landwirtschaft, Handwerk, Arbeit, Bildung, Gastlichkeit und gesellschaftliche Verantwortung.Wir alle müssen essen und trinken. Mit jeder Entscheidung beeinflussen wir deshalb weit mehr, als uns im Alltag bewusst ist: wie Böden bewirtschaftet werden, welches Handwerk erhalten bleibt, unter welchen Bedingungen Menschen arbeiten und welche Form von Gastronomie eine Zukunft haben kann.
Als Familienunternehmen ist diese Verantwortung für Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch eine persönliche. Sie möchten ihren vier Kindern nicht nur Essen auf den Tisch stellen. Sie wollen durch viele kleine Entscheidungen im Alltag zu einer Welt beitragen, die lebenswert bleibt.
Nicht als große Geste. Sondern als kleine Revolution im Alltag.
Zur Welt der Brandherd Esskultur gehören:
100/200 kitchen
Glorie
Brandherd Esskultur Akademie
Podcast
Newsletter und Logbuch
Veranstaltungen
Kooperationen und Beratung
Brandherd Esskultur
Zwei Restaurants. Zwei Erlebnisse. Eine Haltung.
Das 100/200 kitchen und das Glorie sind zwei eigenständige Restaurants. Sie unterscheiden sich dadurch, wie Gäste wählen, erleben und genießen wollen. Verbunden sind sie durch Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch, durch dieselbe Küche, die gleichen Lebensmittel und dieselbe Haltung.
Das 100/200 kitchen:
sich anvertrauen
Im 100/200 kitchen geben Sie und als Ihren Gastgebern Carte blanche – und sich selbst damit in unsere Hände. Sie vertrauen sich uns und unserem Können an.
Die Natur bestimmt, was verfügbar ist. Aus dem Augenblick entsteht ein Menü, aus dem Menü eine geführte Reise und aus vielen einzelnen Teilen ein Gesamtkunstwerk.
Rund um den Molteni-Herd 8777 verbinden sich Küche, Getränke, Service, Musik und Raum zu einem Erlebnis, das nur hier am Brandshofer Deich entstehen kann.
Das Glorie:
selbst entscheiden
Im Glorie entscheiden Sie selbst. Klassisches Handwerk wird modern und zeitlos à la carte serviert. Vertraute Gerichte kehren zurück, werden neu betrachtet und mit den Lebensmitteln und dem Anspruch der gemeinsamen Küche verbunden.
Das Glorie ist kein Gegenentwurf zum 100/200 kitchen und keine bloße Alternative. Es ist eine eigene, gleichwertige Form von Gastlichkeit und Genuss.
Am Brandshofer Deich liegt Hamburg vor den Fenstern: Züge ziehen über die Elbbrücken, Lichter wandern durch die Dunkelheit, Kräne, Gleise und die Silhouette der Stadt zeichnen sich am Horizont ab. Alles ist in Bewegung. Rau und wunderschön zugleich.
Man ist nicht außerhalb Hamburgs. Man sitzt der Stadt gegenüber und blickt auf sie. Nah genug, um ihre Energie zu spüren, und mit genau dem Abstand, der den Blick für ihre Schönheit öffnet.
Für Thomas A. Imbusch war von Anfang an entscheidend, einen Ort zu finden, der sich nach echtem Hamburg anfühlt. Nicht nach Postkartenidylle und nicht nach einer beliebig schönen Kulisse. Sondern nach jener Stadt, die vom Hafen, von Arbeit und Bewegung geprägt ist.Mit Blick auf Hamburg
Ein Ort, zwei Perspektiven
Rund um den Molteni-Herd
Im 100/200 kitchen bildet der Molteni-Herd das sichtbare und emotionale Zentrum. Die Küche wird nicht verborgen. Hitze, Konzentration, Geräusche und Bewegung gehören zum Erlebnis.
Menschen arbeiten, sprechen und lachen. Gläser werden gefüllt, Teller passieren den Raum, Musik trifft auf das Nebelhorn der Schiffe. Die offene Küche macht das Handwerk sichtbar und lässt die Energie des Ortes durch den gesamten Raum fließen.
Das Glorie über allen Dingen
Auf der Empore liegt das Glorie wie ein Wohnzimmer über der offenen Küche. Von hier wandert der Blick hinunter zum Molteni-Herd, hinaus zu den Elbbrücken und hinüber zur Stadt.
Unten entsteht die konzentrierte Dramaturgie des 100/200 kitchen. Oben atmet das Glorie in seinem eigenen Rhythmus. Teller werden geteilt oder für sich genossen, Gespräche dürfen sich ausdehnen und ein weiterer Gang oder ein besonderes Glas spontan dazukommen.
Ein Brandherd für Geschichten
Der Brandshofer Deich ist keine Kulisse. Er mischt sich ein.
Das Licht verändert den Raum. Der Himmel macht Drama oder hält sich vornehm zurück. Die Skyline tritt aus der Dämmerung hervor. In der Küche brennt das Feuer, auf der Empore erklingt das Klavier, und an den Tischen finden sich Menschen zusammen.
Vielleicht ist genau das Hamburg: ein wenig widersprüchlich, ungeschönt und voller Sehnsucht. Vom Hafen geprägt, dem Handwerk verbunden und immer in Bewegung.
Haltung als tägliche Entscheidung
Wie wir kochen – und warum
Wasser kocht bei 100 Grad. Im Ofen sind 200 Grad ein guter Wert. In der Einfachheit steckt die Komplexität. Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch denken kulinarisch, regional und weltzugewandt. Sie fühlen sich der Natur, ihrem Handwerk und ihren Gästen verpflichtet. Und den Menschen, die ihre Lebensmittel und all die Dinge herstellen, mit denen in den Restaurants gearbeitet wird. Denn wie wir erzeugen, einkaufen, kochen, arbeiten und miteinander essen, ist auch eine gesellschaftliche Entscheidung. Verantwortung soll dabei nicht nach Verzicht schmecken. Zum Leben gehören ebenso der Rausch, die Großzügigkeit und der Exzess. Vertrautes und Ungewohntes, Harmonie und Dissonanz. Progressive Kreationen und süffige Teller dürfen nebeneinander bestehen. Erst gemeinsam werden sie zum Erlebnis.
Wenn die Natur das Menü schreibt
Die Haltung des 100/200 kitchen
Im 100/200 kitchen gibt die Natur vor, was auf den Tisch kommt. Was die Erzeuger liefern, kann sich täglich verändern – und damit das Menü.
Die Küche arbeitet nicht mit einem Wunschzettel, sondern mit dem, was Felder, Wälder, Weiden und Gewässer im jeweiligen Moment hervorbringen. Das Handwerk wird zum Sprachrohr zwischen Erzeuger und Gast.
Aus den verfügbaren Lebensmitteln entsteht eine fein komponierte Abfolge. Jeder Gang greift auf, was vorher war, und bereitet vor, was folgen wird. Carte blanche bedeutet deshalb nicht, Gästen die Wahl zu nehmen. Es ist die Einladung, sich für einige Stunden anzuvertrauen.
Vertrauen muss man sich verdienen
Gastlichkeit und Gastfreundschaft
als Beziehungsarbeit
Ein Restaurant entsteht nicht allein am Herd. Es entsteht zwischen Menschen.
Gastlichkeit beginnt lange vor dem ersten Teller: mit einer Reservierung, einer Nachricht, einer begrüßenden Geste und dem Gefühl, für einige Stunden gut aufgehoben zu sein.
Service bedeutet für Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch deshalb weit mehr, als Speisen und Getränke an den Tisch zu bringen. Echte Gastfreundschaft entsteht durch Aufmerksamkeit, Empathie und menschliche Beziehungen.
Im 100/200 kitchen ermöglicht diese Art der Gastfreundschaft das Vertrauen, sich führen zu lassen. Im Glorie begleitet sie die Freiheit, den Besuch nach Herzenslust selbst zu gestalten.
Am Ende stehen nicht Konzepte und Erklärungen im Mittelpunkt, sondern die Gäste: der Rausch, die Lebensfreude und eine Auszeit vom Alltag.
Klassisches Handwerk, modern und zeitlos
Die Haltung des Glorie
Das Glorie überträgt die gleichen Lebensmittel und dieselbe handwerkliche Konsequenz, die wir auch im 100/200 kitchen von uns fordern, in eine andere Form des Genusses: die kulinarische Selbstbestimmung.
Hier wählen Gäste selbst. Klassiker, die beinahe von den Speisekarten verschwunden sind, werden wieder sichtbar – nicht nostalgisch und nicht als bloßes Zitat, sondern zeitgemäß, lebendig und mit großer handwerklicher Präzision.
Das Glorie bewahrt kulinarische Geschichte, indem es sie weiterentwickelt.
Essen und Trinken als gemeinsame Sprache
Mit Rausch, ohne Rausch oder irgendwo dazwischen
Was für die Küche gilt, gilt ebenso für die flüssige Kulinarik: In der Einfachheit steckt die Komplexität.
Im 100/200 kitchen steht der Geleitzug im Zentrum – mit Rausch, ohne Rausch oder als individuelle Verbindung aus beidem. Er trägt das Menü weiter, vertieft einen Geschmack, widerspricht ihm oder öffnet eine vollkommen neue Richtung.
Im Glorie entsteht die Getränkebegleitung aus der Freiheit des Augenblicks: aus der Weinkarte, einer Auswahl im Glas, rauschfreien Getränken und der Lust, etwas Besonderes zu entdecken.
In beiden Restaurants ist das Trinken kein Zusatz zum Essen. Es ist ein gleichwertiger Teil des Erlebnisses und trägt maßgeblich die Handschrift von Sophie Lehmann.
Lernen, wachsen, weitergeben
Die Brandherd Esskultur Akademie
Wer eine Zukunft für die Gastronomie fordert, muss an ihrer Gegenwart arbeiten.
In der Brandherd Esskultur Akademie geben Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch Wissen und Erfahrung weiter. Dabei geht es nicht allein um Kochen, Wein und Service. Es geht um Anleitung, Führung, berufliche Entwicklung und eine Arbeitskultur, in der Menschen Verantwortung übernehmen und lieben dürfen, was sie tun.
Die Akademie soll keine Kopien des 100/200 kitchen oder des Glorie hervorbringen. Sie soll Menschen befähigen, eine eigene Haltung, eine eigene Stimme und ein starkes Handwerk zu entwickeln.
Was bisher geschah
Meilensteine am Brandshofer Deich
14. August 2018: erster Service des 100/200 kitchen
2019: erster Michelin-Stern für das 100/200 kitchen
2020: Grüner Michelin-Stern für das 100/200 kitchen
2021: Start des eigenen Podcasts
2022: zweiter Michelin-Stern für das 100/200 kitchen
2022: Aufbau der Brandherd Esskultur Akademie
Anfang 2024: Eröffnung des Glorie auf der Empore
2025: erster Michelin-Stern und Grüner Michelin-Stern für das Glorie
2025: Bestätigung der zwei Michelin-Sterne und des Grünen Michelin-Sterns für das 100/200 kitchen
2026: Bestätigung der zwei Michelin-Sterne für das 100/200 kitchen und des einen Sterns für das Glorie (der Grüne Michelin-Stern wurde von Michelin abgeschafft).
2026: Einführung des zweiten Menüs „Die Essenz“.
Anerkennung für Küche und Haltung
Auszeichnungen
100/200 kitchen
zwei Michelin-Sterne, seit 2022
Grüner Michelin-Stern, seit 2020
vier Hauben im Gault&Millau
Aufnahme in World’s 50 Best Discovery
Glorie
ein Michelin-Stern, seit 2025
Grüner Michelin-Stern, seit 2025
Auszeichnungen sind eine Anerkennung für das, was am Brandshofer Deich jeden Tag geleistet wird. Sie gehören zu dieser Geschichte, aber sie sind nicht ihr Ziel.Entscheidend bleibt, was Gäste erleben, wie Menschen miteinander arbeiten und welche Verantwortung die Restaurants für Lebensmittel, Handwerk und ihre Umgebung übernehmen.Aus unserem Logbuch
Newsletter und Geschichten
Wer Restaurants führt, hat etwas zu erzählen.
Das Logbuch versammelt Gedanken, Entwicklungen und Geschehnisse vom Brandshofer Deich. Es ist Rückblick und Selbstbildnis, Chronik und Momentaufnahme: eine Sammlung von Fehlern, Wundern, Krisen, Neuanfängen und Ideen.
Es zeigt, wer Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch mal waren, wer sie geworden sind und worüber sie heute nachdenken. Denn Stillstand ist ihre Sache nicht.
Der Sound des kulinarischen Jahres
Die Playlists
Musik ist am Brandshofer Deich keine Hintergrund-Dekoration. Sie verändert die Stimmung, trägt den Rhythmus des Services und verbindet sich mit dem Essen, den Getränken, den Menschen und dem Raum.
Jede Saison des 100/200 kitchen besitzt ihren eigenen Klang. Die Playlists verlängern das Erlebnis über den Besuch hinaus – oder geben schon vorher eine Ahnung davon, wohin die Reise führen könnte.
… zum Hören.
Der Podcast von Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch
Seit April 2021 sprechen Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch über Gastronomie im Allgemeinen und im Detail.
Sie sprechen über Gäste und Gastlichkeit, über Krisen und Verantwortung, über Service, Ausbildung, Karriere und die Arbeit hinter dem sichtbaren Erlebnis. Nicht als fertige Lehre, sondern als Einladung zum gemeinsamen Nachdenken.
Diese Geschichte ist nicht abgeschlossen.
Sie wird mit jedem Menü, jedem Gast, jeder Entscheidung und jedem Menschen, der am Brandshofer Deich lernt und arbeitet, weitergeschrieben. Manches bleibt. Manches wird hinterfragt. Und manches muss morgen anders sein, weil wir heute mehr wissen als gestern.
Was Sophie Lehmann und Thomas A. Imbusch dabei trägt, ist die Freude an ihrem Handwerk, die Verantwortung für ihr Tun und die Überzeugung, dass Haltung und Rausch keine Gegensätze sind.